Nachdem die notwendigen Vorbereitungen getroffen waren, begann für uns das Abenteuer zu Pfingsten 96. Was uns erwartete, war kein Abenteuer, sondern eine tolle realistische Erfahrung: Wir durften Menschen kennenlernen, die uns überaus herzlich aufnahmen und die uns sofort ans Herz wuchsen. Ab diesem Zeitpunkt war uns allen klar, dass es in unserer Freundschaft kein "Zurück" mehr geben wird. Das Eis war endgültig gebrochen und der Wille zu einer ständig wachsenden Schulpartnerschaft fest verankert. Diese Herzlichkeit, diese Gastfreundschaft hatte die Spur endgültig festgelegt.

In der Folgezeit durften wir bis heute zwei weiteren Besuchen in Komlo - zusammen mit Schülern und Lehrkräften unserer Schule - herrliche, erfahrensreiche Tage verbringen, die uns stets im Gedächtnis beiben werden. Die reichlichen kulturellen Programmgestaltungen, die unzähligen Dialoge und Begegnungen, die überaus großherzige Gastfreundschaft der dort lebenden Menschen gab uns einprägsame Einblicke in die ungarische Geschichte und der Kulturlandschaft.

Ein überaus herzliches Dankeschön an alle betreuenden Eltern, an das gesamte Komloer Kollegium, an die Stadtverwaltung Komlo und allen noch Beteiligten, die mit ihrem Entgegenkommen zum Gelingen unserer Begegnungen beigetragen haben. Wir hier in Gebrazhofen freuen uns bereits auf den Sommer d.J. wenn wir alle Gäste aus Komlo wieder begrüßen durfen. Wir alle wünschen uns, dass diese Art der Begegnung nicht zu Ende geht.

i. A.

Alfred Mangler, Schulleiter der GHS/WR Gebrazhofen

 

 

 

 

 

Nationalitätenunterricht in unserer Schule

In unserer Schule wird Deutsch als Nationalitätensprache seit 1982 unterrichtet. Am Anfang gab es Schwierigkeiten, aber zur Zeit lernen bei uns 160 SchülerInnen. Nur ein geringer Teil unserer SchülerInnen gehört der Nationalität an.

 

 

Belsõ udvar

Die ungarischen Familien sehen im Nationalitätenunterricht die Möglichkeit des Sprachlernens. Fast alle Kinder kommen mit Vorkentnissen zu uns, denn es gibt einen Nationalitätenkindergarten in unserer Nachbarschaft.
Die für den Sprachunterricht unerläßliche Geräte, Gegenstände, Sprachspiele verfügen wir.

 

 

 

 

 

4 Deutschlehreninnen arbeiten daran, den Kindern nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch die Kultur und die Nationalitätenkunde beizubringen.Wir machen regelmäßig Ausflüge, um die Ortschaften wo die Leute noch deutsch sprechen, kennenzulernen. Letztes Mal waren wir in Nagynyárád, wo wir die Blaufärberei angesehen haben. Jedes Jahr besuchen wir die e Bühne in Szekszárd. Es ist für unsere Kinder immer ein schönes Erlebnis.
Neben den 5 Deutschstunden pro Woche arbeiten die SchülerInnen auch in Fachzirkeln. Einer davon ist der für die Sprachprüfung. Wir sind stolz auf unsere AchtklässlerInnen die die Grundstufenprüfung bestanden haben.
Seit 1996 haben wir eine Partnerschule in Deutschland. Hoffentlich können wir auch in den nächsten Jahren wieder Schüleraustausch-Programme machen.

 

 

 

 

 

"Unsere Schulpartnerschaft - ein Beitrag zum Pädagogik - und Kulturaustausch"

Als mich vor fünfeinhalb Jahren H.Dr.Ulreich - damals noch Lehrer an der sozialpädagogischen Schule - namens Sophie-Scholl, Leutkirch - ansprach und fragte, ob unsere Schule nicht Interesse hätte, mit einer Schule aus Komló/Südungarn in Korrespondenz zu treten, wusste ich natürlich zunächst nicht, ob das, in die Zukunft gesehen, sinnvoll wäre.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Iskola udvar
In der folgenden Gesamtlehrerkonferenz wurde Herrn Dr. Ulreichs Bitte und Anfrage ins Programm aufgenommen. Heute freue ich mich noch sehr darüber, dass das Kollegium einstimmig den Briefwechsel zwischen Kindern aus Komlo und Gebrazhofen guthießen. Natürlich waren wir alle gespannt, wie sich dies mit Kindern aus Ungarn und Deutschland entwickeln würde, doch wir alle waren positiv überrascht, als die ersten Briefe eintrafen und wir zur Kenntnis nehmen mussten, wie gut die Kinder aus Komlo Briefe in deutscher Sprache verfassen konnten.

Der Start war voll geglückt und wahrscheinlich bestand ab sofort von beiden Schulen ein Interesse, mehr voneinandeer zu erfahren und sich näher kennenzulernen. Lange brauchten wir nicht zu warten, denn bald kam aus Komlo die erste Einladung zu einem Besuch. Zuerst überlasen wir diese nahezu unreflektiert, doch als die zweite Einladung kam, begann das Feuer zu wachsen. Bisher hatten wir zwar Komlo auf der Europakarte lokalisiert, jetzt aber wurde die Entfernung und der Weg dorthin näher erkundet und nach einem möglichen Zeitpunkt für einen Besuch Ausschau gehalten.